Zu viele Fehler führen zu unnötiger Niederlage

Durch zu viele eigene Fehler haben wir uns im Grunde selber geschlagen und das Spiel unnötig an Tus Köln rrh. abgeschenkt.

Wir wussten, was uns erwartet und stellten uns bereits im Training auf den kommenden Gegner ein. Allerdings führte eine zu geringe Trainingsbeteiligung dazu, dass wir das neue System nicht im Training einspielen konnten. Wir wollten mit viel Tempo die zweikampfstarken Gegnerinnen überspielen und sie erst gar nicht in die Zweikämpfen kommen lassen. So sollte unser Kombinationsspiel zusammen mit unseren schnellen Außenspielerinnen der Schlüssel zum Sieg sein. Hierfür rückten zwei ehemalige Tus Spielerinnen ins Zentrum, um von dort aus die Bälle zu verteilen.

Wir starteten stark in die Partie und setzten uns mit unserem flexiblem Positionsspiel hervorragend durch. Allerdings zeigten sich schon früh unsere Problem im Deckungs- und Zweikampfverhalten. So konnten wir besonders im Zentrum unsere defensiven Zweikämpfe nicht gewinnen. Aber auch unser Spiel nach vorne konnten wir nach dem guten Start nicht fortsetzen. Zu oft spielten wir die Bälle zu spät ab und konnten dank schlechter Ballannahmen gar nicht erst im Ballbesitz bleiben. Nach 8 Minuten ging TuS in Führung, obwohl unsere Torhüterin zwei Mal gut parieren konnte. Dem Tor ging ein Stellungsfehler und ein verlorener Zweikampf voraus. Wir steckten nicht auf und versuchten weiter nach vorne zu spielen. Mit viel Tempo setzten wir uns über die linke Seite durch und drängten in den gegnerischen Strafraum. Dort scheiterten wir und gerieten in einen schnell gespielten Konter. Wir waren weit aufgerückt und verloren zudem einen wichtigen Zweikampf. So konnte die gegnerische Stürmerin ungehindert auf unser Tor zulaufen. Unsere Torhüterin verpasste den Moment zum Herauslaufen und wir lagen nach 14 Minuten mit 0:2 zurück. Es zeigt sich deutlich, dass unser neues System nicht funktionierte, weil die Schlüsselpositionen etwas übermotiviert und häufig glücklos agierten. Um unsere Stärken entfalten zu können, hätten die Bälle über das Zentrum verteilt werden müssen, aber genau dort verloren wir sie immer. Leider brachte auch die Umstellung keine Kontrolle ins Spiel, weil wir weiterhin zu viele Zweikämpfe verloren und dank ungenauer Pässe selber nicht im Ballbesitz blieben. So war das 0:3 in der 18. Minute die logische Konsequenz. In der 23. Minute hätten wir nach einer Doppelchance unserer Stürmerin den wichtigen Anschluss herstellen können, wenn sie den Ball einfach an der Torhüterin vorbei geschoben hätte, anstatt sie zwei Mal anzuschießen. Zum Ende der ersten Hälfte hatten einige unserer Mädels Problem mit dem staubigen Platz und konnten nicht mehr weiterspielen.

Die Halbzeitbesprechung viel recht kurz aus. Wir wussten, dass es nur besser werden konnte. Allerdings setzten sich unsere Probleme im zweiten Durchgang fort. Immer wieder traten unsere Spielerinnen über den Ball und ermöglichten gefährliche Konter. So traten wir in der 38. Minuten erneut mehrmals am Ball vorbei und verursachten so das 4. Tor für TuS. Wir gaben aber nicht auf und versuchten weiter nach vorne zu spielen. In der 46. und 52. Minute vergaben wir zwei riesen Chancen, welche wir an einem normalen Tag genutzt hätten. 3 Minuten vor Schluss erzielten wir, eingeleitet durch einen langen Abstoß, unseren verdienten Ehrentreffer und konnten zumindest ein kleines Erfolgserlebnis aus dieser ansonsten enttäuschenden Partie mitnehmen.

Für einige Spielerinnen war TuS zu präsent im Kopf und hielt uns davon ab, zu unserem Spiel zu finden. Aber auch eine solche Erfahrung muss gemacht werden, um daraus zu lernen.

Kopf hoch Mädels. Haken an das Spiel machen, Dreck abputzen und wieder nach vorne schauen!

Enriko Podehl
Trainer U13-Juniorinnen

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